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Verantwortung für die Natur

Öko-Pionier aus Tradition

Eine intakte Natur an den Kraftwerksstandorten ist für uns sehr wichtig. Wir übernehmen Verantwortung für den Fluss und setzen uns beim Betrieb der Kraftwerke ökologisch orientierte Ziele.

Wir schaffen:

  • durchgängige und vernetzte Gewässer
  • neue Laichplätze und Ruhezonen, um die heimischen Fischbestände zu erhalten und zu fördern
  • einen natürlichen Übergang von Wasser zu Land und betreiben ökologisch orientierte Uferpflege sowie Arealgestaltung
  • und gestalten neue Lebensräume für gezielten Artenschutz 
     

Vom Artenschutz bis zur Elektromobilität

Neben den Aufstiegshilfen für Fische zählt der Schutz ufernaher Lebensräume zu den zentralen Energiedienst-Projekten. Aber auch in anderen Bereichen denken wir weiter. Das Unternehmen hat bereits einen Teil seines Fuhrparks auf Elektroautos umgestellt. Das E-Tankstellen-Netz in der Region wird weiter ausgebaut. Neubauten wie das Bürohaus in Rheinfelden werden in Niedrigenergieweise errichtet. Alle Maßnahmen des Unternehmens werden im Nachhaltigkeitsbericht dokumentiert.

Wo engagieren wir uns?

Fischauf- und abstiegshilfen

Fließgewässer müssen durchgängig sein. Nur so können die darin lebenden Tiere ungehindert zu Laichgebieten, Futterplätzen oder Winterquartieren wandern. Zu den größten und wichtigsten Maßnahmen gehören hierbei Umgehungsgewässer wie das am naturnahe, lachsgängige Aufstiegs- und Laichgewässer am Kraftwerk Rheinfelden.

Es ähnelt in seiner Größe und Gestaltung einem kleinen Schwarzwaldfluss. Mit Stromschnellen, tiefen Rinnen und Kiesinseln bietet es vielen Tieren Lebensraum und gute Fortpflanzungsverhältnisse. 
Auch am Kraftwerk Ryburg-Schwörstadt bietet ein Umgehungsgewässer Pflanzen und Tieren neuen Raum.

Fischabstieg

Neben dem Fischaufstieg beschäftigen wir uns intensiv mit dem Fischabstieg. An den kleinen Wasserkraftwerken in Steinen und Maulburg haben wir mit flach überströmten Rechen Fischabstiegsanlagen eingerichtet. Die abwandernden Fische finden so einen sicheren Weg ins Unterwasser. Zusammen mit unseren Partnern an Aare und Hochrhein sowie mit Fachinstituten suchen wir weiter nach Verbesserungsmöglichkeiten für den Fischabstieg an den Rheinkraftwerken.

Fischaufstieg

Seit Dezember 2013 können Fische am Wasserkraftwerk Fahrnau das Kraftwerk auch flussabwärts ungehindert passieren. 650.000 Euro investierte Energiedienst in die Fischabstiegsanlage. Der horizontal angeordnete Leitrechen und ein Bypass, also eine Art Umgehungsstraße im Wasser, eröffnet den Fischen über eine Rinne den Weg flussabwärts. Damit ist das Kraftwerk sowohl flussaufwärts über die bestehende Fischtreppe als auch flussabwärts unabhängig von der Wasserführung passierbar.

Der Bau der Abstiegsanlage war planungs- und bautechnisch eine Herausforderung und ist im Landkreis bisher einmalig.  

Fischzählung

Bei den Fischzählungen arbeiten wir mit den örtlichen Fischereivereinen zusammen. Alle unsere Rheinkraftwerke haben Fischaufstiegshilfen wie Fischtreppen oder wie am Wasserkraftwerk Wyhlen einen Fischlift. Diese Anlagen sind auch für Langdistanzwanderer wie Aale und Lachse geeignet. 

Fischzählung am Wasserkraftwerk Wyhlen
 
Fischwege wurden erneuert und neue Wege und Umgehungsgewässer geschaffen. Insgesamt investierte die Energiedienst-Gruppe rund 15 Millionen Euro in die Gewässerdurchgängigkeit.
 
Die Funktionalität der Anlagen dokumentieren regelmäßige Zählungen. So wissen wir, dass durch die Optimierung des Beckenfischpasses am Wasserkraftwerk Wyhlen die Anzahl der innerhalb eines Jahres aufsteigenden Fische auf rund 15.000 Tiere verdreifacht wurde. 

ED Netze investiert jährlich 100.000 Euro in den Vogelschutz

Für rund 40 Paare ist das Netzgebiet von Energiedienst Netze bereits zur Heimat geworden - und jedes Jahr werden es mehr. Das Vogelschutzprogramm zeigt langfristige Erfolge. 

Der Storch war für den Menschen schon immer ein besonderer Vogel. Im Volksmund heißt es, dass der „Adebar“ die Kinder bringt. Noch wichtiger aber ist seine biologische Funktion: Eine robuste Storchenpopulation bescheinigt der Landschaft nämlich eine hohe ökologische Qualität. Um seine Jungen durchzubringen, muss ein Storchenpaar jeden Tag ein Pfund Nahrung finden. Das geht nur, wo Wiesen und Sümpfe ausgewogen mit Fröschen, Insekten und Nagetieren bevölkert sind.

Arbeiten am Strommast zum Schutz der Vögel

Lebensraum für Tiere und Pflanzen

Leitfisch für viele Renaturierungsmaßnahmen

Die Nase ist Leitfisch für viele Renaturierungsmaßnahmen am Hochrhein. War diese Fischart bis Anfang des 20. Jahrhunderts hier noch häufig vertreten, so haben sich ihre Bestände in den letzten Jahrzehnten stark reduziert. Wie alle Wasserlebewesen ist die Nase auf einen intakten und vielfältigen Lebensraum angewiesen.

Da die Nase teilweise kilometerlange Wanderungen beispielsweise zu geeigneten Laichplätzen unternimmt, ist die Durchgängigkeit der Kraftwerksanlagen über Fischwege sehr wichtig. Ebenso bedeutend sind flache kiesige Laichplätze sowie strömungsgeschützte Bereiche für die Jungfische.

Hände zeigen den Fisch "Nase"
    

Um diesen Ansprüchen zu genügen, haben wir Uferverbauungen wie Mauern oder Drahtschotterkörbe entfernt, Schlamm und Feinsediment ausgebaggert und Kies aufgeschüttet. So entstanden Flachwasserzonen und damit Laichplätze. Raubäume schaffen Unterstände für die Jungfische und schützen sie vor Fressfeinden. Wir bauen oder sanieren Buhnen mit Kehrwasserbereichen als Ruhezonen. Hier finden die Fische bei Hochwasser Schutz vor dem Abdriften.
 
Die Vernetzung des Rheins mit seinen Zuflüssen ist für die Wasserlebewesen von Bedeutung, denn dort finden sie Lebensraum und Nahrung. Dort wo Geschiebe vorhanden ist, entstehen kiesige Laichhabitate und Pionierlebensräume. Dazu gestalten wir in den Mündungsbereichen der Zuflüsse typische Flachwasserzonen, fördern den Geschiebeeintrag und entfernen Querbauwerke. Damit der Geschiebetrieb, der durch die Staustufen eingeschränkt wurde, wieder besser in Gang kommt, erarbeiten wir in einer Fachgruppe gemeinsam mit Umweltverbänden und Behörden ein kraftwerksübergreifendes Konzept zur Verbesserung der Geschiebesituation am Hochrhein.

Zurück am Hochrhein

Vor gut zwei Jahrzehnten kamen die Biber von der Aare zurück an den Hochrhein. Heute besiedeln zahlreiche Familien den Hochrhein und seine Zuflüsse. Auch rund um unsere Wasserkraftwerke sind sie zuhause.

Biber stellen spezifische Ansprüche an ihren Lebensraum: Sie benötigen Nahrung wie Knospen oder Astrinde und bevorzugen dabei Weichhölzer wie Pappeln und Weiden. Diese Gehölze liefern auch das Material zum Bau der Biberburgen.

Biber schwimmt im Rhein
    

Bei der Uferpflege nehmen wir auf die Ansprüche der Biber Rücksicht. Zum Beispiel pflanzen wir gezielt Weiden. Bereits von Bibern benagte Bäume lassen wir bestehen, sofern sie nicht die Verkehrssicherheit beeinträchtigen. Schützenswerte Altbäume halten wir mittels Drahtgeflechten vom Biber fern.
 
Der Rhein ist eine wichtige Verbindungsachse der sich weiter etablierenden Biberbestände. Vor allem abwandernde Jungtiere müssen auf der Suche nach eigenen Revieren die Wanderbarrieren überwinden können. Installierte Holzrampen an den Ufermauern ermöglichen den Tieren, den Fluss unmittelbar vor dem Kraftwerk zu verlassen und das Werk an Land zu passieren. So entstehen Verbindungen zwischen den Biberpopulationen im Ober- und im Unterwasser.

Startseite der Energiedinest-Internetseite "Oekopionier"

Pionier in Sachen Ökologie

Auf der Ökologieseite informieren wir Sie über das ökologische Engagement von Energiedienst.

Gehen Sie auf virtuelle Entdeckungsreise und erfahren Sie, wie Fische unsere Wasserkraftwerke problemlos passieren und Energiedienst Ökostrom im Einklang mit der Natur produziert. 

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