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KOMMpakt 03/2017

Die Zukunft verlegt auf 18 Kilometern

Für Industrie und viele Bürger gehört eine schnelle Internetverbindung mittlerweile zur Grundversorgung. Auch für die Steuerung des Stromnetzes werden digitale Kommunikationswege wichtiger. Die ED Netze GmbH investiert daher in den Ausbau der digitalen Infrastruktur.

Eine neue Highspeed-Datenautobahn entsteht aktuell zwischen den Umspannwerken Zell und Schönau. Auf einer Länge von 18 Kilometern verlegt die ED Netze zusammen mit dem Dienstleister EDI.SON Energietechnik die neuesten Lichtwellenleiter (LWL) – umgangssprachlich Glasfaserkabel genannt.

Die LWL-Luftkabel mit 144 Glasfasern werden auf den vorhandenen 41 Gittermasten angebracht und ersetzen die störanfälligen und langsameren Kupferkabel.

Komplexe Technik erfordert Lösungen

„Die Steuerung des Stromnetzes wird immer komplexer, dementsprechend müssen wir unsere Kommunikationsstruktur ausbauen“, sagt Informationstechniker Michael Schneider, Netzinformations- und Messtechniker der ED Netze.

Gleichzeitig nutzt der Zweckverband Breitbandversorgung Lörrach die LWL für TV, Internet und Telefon.

Weitere optische LWL-Luftkabel wurden und werden derzeit in Rheinfelden und Weil am Rhein montiert. In den nächsten zwei bis drei Jahren sollen noch vier weitere Strecken im Landkreis Lörrach mit neuen optischen LWL-Luftkabeln ausgerüstet werden.

Insgesamt wird die ED Netze GmbH mehr als 1,5 Millionen Euro in den Austausch der Luftkabel und somit in die Zukunft investieren. 

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Das Thema interessiert Sie? Jürgen Schelb informiert Sie gerne.

Jürgen Schelb

juergen.schelb@ednetze.de

Neue Wärmekonzepte sind gefragt

Energiedienst investiert in den nachhaltigen Ausbau der Wärmeversorgung. Ein BHKW im Münstertal und das Heizkraftwerk in Müllheim tragen gleichermaßen zur Verringerung der CO2-Emissionen und Energiekosten bei.

Der Campingplatz im Münstertal zählt zu den Topadressen bei Campern und Urlaubern. Nun kam eine neue Heizzentrale für rund 310.000 Euro zur modernen Ausstattung hinzu, die auch Umwelt und Platzinhaber glücklich macht. Dank neuester Technik können Stromkosten in Höhe von bis 20.000 Euro eingespart werden.

Installiert und betrieben wird die Anlage von Energiedienst. Ein Blockheizkraftwerk (BHKW) mit zwei Pufferspeichern sowie zwei Heizkreisen für die Nahwärmeversorgung liefert in Zukunft zwei Millionen Kilowattstunden Wärme pro Jahr.

Einsparung von 400 Tonnen CO2

 „Von der Heizzentrale aus werden das Haupthaus, der Wellness-Bereich, das Hallenbad und andere Gebäude beheizt“, erläutert Bauleiter Michael Junghardt von Energiedienst.

Mit dem neuen BHKW wird der Ausstoß von Kohlenstoffdioxid jährlich um 400 Tonnen reduziert.

Müllheim heizt mit Holz

In der Stadt Müllheim werden bereits über 100 Wohneinheiten und eine Vielzahl an kommunalen Gebäuden mit Wärme aus dem Heizkraftwerk der Holzwärme Müllheim GmbH umweltfreundlich versorgt. Die 20 Jahre alte, auf Holzhackschnitzel basierende Anlage wird nun umfangreich technisch optimiert.

Die Anpassung erfolgt auch im Zusammenhang mit dem Anschluss des benachbarten Neubaugebietes „Langer Rain“.

Energiedienst ist Gesellschafter

Seit August hält die Energiedienst Holding AG 45 Prozent an der Holzwärme Müllheim GmbH. Innerhalb der Gesellschaft verantworten die Stadtwerke Müllheim-Staufen die kaufmännische Betriebsführung. Für die Technik ist Energiedienst verantwortlich.

„Wir bauen unseren Bereich Wärme- und Energielösungen und die damit verbundenen Kooperationsmodelle kontinuierlich aus, da passt diese Partnerschaft mit den Stadtwerken sehr gut“, sagt Jochen Debus.

„Insbesondere städtische Gebiete haben aufgrund ihrer dichten Bebauung und des Altbaubestandes große Potenziale beim Ausbau des bestehenden Nahwärmenetzes. Hier wollen wir unsere Kooperationen weiter ausbauen und neue Wärmenetze erschließen.“

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Ihr Ansprechpartner zum Heizkraftwerk in Müllheim ist Martin Käfer.

Martin Käfer

martin.kaefer@energiedienst.de

Südbaden unter Strom

Die Elektromobilität und die dazugehörige Ladeinfrastruktur soll in den nächsten Jahren stark ausgebaut werden. Außerdem wächst die Nachfrage nach Carsharing-Angeboten. Energiedienst unterstützt Kommunen bei der Umsetzung und setzt eigene Akzente.

Wer teilt, wird bevorzugt: Am 1. September ist das neue Carsharing-Gesetz in Kraft getreten. Es ermöglicht Kommunen und Städten öffentliche Verkehrsflächen speziell für „geteilte“ Fahrzeuge zu markieren und bereitzustellen – ähnlich den Parkflächen für Taxen und Einsatzfahrzeuge.

Ebenfalls können Carsharing-Angebote begünstigt werden, deren Fahrzeuge mit Elektro- oder Hybridantrieb funktionieren.

Land fördert my-e-car in Lörrach

Auch das Land Baden-Württemberg will die Elektromobilität und das E-Carsharing gezielt ausbauen. Hierzu wurden einige Maßnahmen getroffen, die nun auch im Landkreis Lörrach sichtbar werden: Am 16. September übergab Verkehrsminister Winfried Hermann in Lörrach beispielhaft einen Renault ZOE 400 an my-e-car, ein gemeinschaftliches Carsharing-Unternehmen von Stadtmobil Südbaden und Energiedienst.

Das Land fördert mit rund 330.000 Euro die Anschaffung 40 dieser Elektrofahrzeuge, die mit einer realen Reichweite von rund 300 Kilometern in der Region sehr gefragt sind.

„Elektromobilität besitzt die nötige Marktreife. Jetzt muss sie genutzt werden, damit der Markt wächst“, so Verkehrsminister Winfried Hermann. „Die Mobilitätswende kann nur gelingen, wenn sich alternative Antriebe mehr und mehr durchsetzen.

Die Stadt Lörrach geht hier gemeinsam mit my-e-car und gutem Beispiel voran, diese Initiative unterstützen wir im Verkehrsministerium gerne.“ Alle Informationen zu Ladesäulen und my-e-car-Standorten gibt es unter www.my-e-car.de.

E-Carsharing in Wehr

Auch die Stadt Wehr hat in Zusammenarbeit mit my-e-car ein E-Auto angeschafft, das von allen Bürgern genutzt werden kann. Am Parkplatz beim Rathaus steht seit August ein ZOE 400 nebst Schnellladesäule zum „Teilen“ bereit.

Der Gemeinderat hatte in seiner Sitzung vom 11. Juli das Klimaschutzkonzept der Stadt Wehr zustimmend zur Kenntnis genommen und als erste Konsequenz die Einführung des E-Auto-Carsharing beschlossen.

„Schön, dass wir Wehr als weiteren Standort gewinnen konnten. Damit können wir unser Netz an Fahrzeugen und Ladesäulen in Südbaden weiter verfeinern“, sagt Werner Zehetner, Geschäftsführer der my-e-car GmbH und betont, dass auch die Elektromobilität insgesamt davon profitiere.

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Zu Themen der Elektromobilität berät Sie Jochen Debus, Leiter Kommunalbetreuung.

Jochen Debus

jochen.debus@energiedienst.de