Wasserstoff als Eckpfeiler der Energiewende

Als Energieträger kommt dem Wasserstoff eine besondere Bedeutung zu: Er ist einer der Eckpfeiler der Energiewende.

Denn Wasserstoff kann heute problemlos gespeichert werden, hat eine höhere Energiedichte als alle anderen chemischen Brennstoffe und verursacht bei der Verbrennung keine schädlichen Emissionen.

Energiedienst setzt auf das Energiesystem der Zukunft und realisiert Wasserstoff-Projekte am Hochrhein.

Wasserstoff ist mit einem Anteil von rund 90 Prozent das häufigste chemische Element im Universum. Auf der Erde belegt Wasserstoff hinter Sauerstoff und Silicium den dritten Platz, tritt hier aber überwiegend in gebundener Form auf, am häufigsten in der Verbindung Wasser.

Wasserstoff kann heute problemlos gespeichert werden, etwa in mehrschichtigen Druckspeichertanks. Wasserstoff hat eine höhere Energiedichte als alle anderen chemischen Brennstoffe und verursacht bei der Verbrennung keine schädlichen Emissionen. Ein Kilo Wasserstoff enthält so viel Energie wie etwa 2,75 Kilo Benzin.

Seit seiner Entdeckung im Jahre 1766 durch den Naturforscher Henry Cavendish wird Wasserstoff für zahlreiche Anwendungen in Industrie und Technik gewonnen. Weltweit werden jährlich rund 500 bis 600 Milliarden Kubikmeter Wasserstoff produziert, davon gut 20 Milliarden Kubikmeter in Deutschland.

Rund 40 Prozent des benötigten Wasserstoffs fallen in der Industrie als Nebenprodukt an, der Rest wird mehrheitlich in Großanlagen gewonnen, meist aus fossilen Energieträgern. Die Umwandlung von überschüssigem erneuerbarem Strom in hochreinen Wasserstoff ist eine umweltfreundliche Alternative.

Etwa 45 Prozent des Wasserstoffs stammen derzeit aus Rohöl, 33 Prozent aus Erdgas, 15 Prozent aus Kohle und nur etwa 7 Prozent aus Elektrolyseverfahren.

Ein Drittel der Wasserstoffproduktion wird für die Synthese von Ammoniak verwendet und geht beispielsweise in die Düngemittelindustrie. Benötigt wird der Wasserstoff aber auch bei der Raffinierung von Mineralöl, als Reduktionsmittel bei der Verhüttung von metallischen Erzen, bei der Fetthärtung oder als Kühlmittel.

Wasserstoff als Kraftstoff, insbesondere für Brennstoffzellen, kann dazu beitragen, die Mobilität von morgen zukunftsfähig zu gestalten.

Die Brennstoffzelle arbeitet sauber, leise und hat einen hohen Wirkungsgrad.

Wasserstoffbetriebene Fahrzeuge überzeugen mit großen Reichweiten und kurzen Tankzeiten. In Deutschland gibt es aktuell 27 öffentliche Wasserstoff-Tankstellen, 2018/19 sollen es bereits rund hundert Stück sein. 

Eine gewichtige Rolle wird Wasserstoff bei der Sektorenkopplung der Energiewirtschaft übernehmen, also der Vernetzung der Bereiche Elektrizität, Wärmeversorgung und Verkehr. Wasserstoff ist das Kopplungselement zwischen Strom- und Gasinfrastruktur.

Über den Umweg der Methanisierung kann erneuerbar erzeugter Strom im Erdgasnetz mit seiner Kapazität von rund 200 Terawattstunden gespeichert werden.

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