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KOMMpakt 04/2018

Gemeinsam die Energie-Zukunft gestalten

Zukunftsweisender Austausch: Die vergangenen kommunalen Beiratssitzungen in Immendingen und Münstertal überzeugten die anwesenden Bürgermeisterinnen und Bürgermeister mit einem neuen Konzept.

Zweimal im Jahr diskutieren Bürgermeister aus der ganzen Region bei den kommunalen Beiratssitzungen mit den Fachleuten von Energiedienst über vielfältige Themen aus der Kommunal- und Energiepolitik. An den beiden vergangenen Treffen nahmen insgesamt mehr als 50 Bürgermeister teil. Energiedienst bot zum ersten Mal einen „Markt der Möglichkeiten“ an, bei dem die Anwesenden in lockerer Runde ins Gespräch kamen. „Der Austausch war so noch direkter und intensiver“, berichtet Edmund Martin, Leiter Kommunalbetreuung, erfreut. An Marktständen erläuterten Fachleute von Energiedienst Themen wie das Energieaudit für kommunale Eigenbetriebe, E-Mobilität, Wärme- und Energielösungen sowie Straßenbeleuchtung und Breitband.

Wirtschaftsstandort und Energiemix

Großen Zuspruch fanden auch die Vorträge. Am Wirtschaftsstandort Immendingen hat in diesem Jahr die Daimler AG ein Prüf- und Technologiezentrum mit 20 Teststrecken eröffnet. Über die neue Einrichtung auf dem ehemaligen Bundeswehrgelände berichtete in Immendingen Dr. Lothar Ulsamer, Leiter kommunale und föderale Projekte der Daimler AG. In Münstertal erläuterte Bürgermeister Rüdiger Ahlers gemeinsam mit Jörg Bleile, Kommunalbetreuer bei Energiedienst, wie die Gemeinde Münstertal mit einem Mix aus dezentralen Energielösungen zum Klimaschutz beiträgt. Martin Steiger, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Energiedienst Holding AG, informierte die Teilnehmer über die Geschäftsentwicklung des regionalen Energieunternehmens sowie die Fortentwicklung in der Kommunalbetreuung.

Weitere Fotos finden Sie unter: www.energiedienst.de/kommunaler-beirat

„Die Vorträge bieten wichtigen Input und Fachinformationen, an den Marktständen lassen sich Informationen gezielt entsprechend den eigenen Bedürfnissen einholen – die Kombination überzeugt.“
Rüdiger Ahlers, Bürgermeister Münstertal

„In Immendingen wird die Mobilität der Zukunft mitgestaltet, zentrales Element ist die Wasserstoff- und Elektromobilität. Nun ist es an Energiedienst, das Potential zu erkennen und zu nutzen.“
Markus Hugger, Bürgermeister Immendingen


Münstertal macht Klimaschutz

Dezentrale Energielösungen für Kommunen steigern die Wertschöpfung vor Ort und tragen zum Klimaschutz bei. Wie das in Münstertal funktioniert, zeigten Bürgermeister Rüdiger Ahlers und Energiedienst-Kommunalbetreuer Jörg Bleile bei der Kommunalen Beiratssitzung Mitte Oktober –
ein Rückblick.


Das Land Baden-Württemberg hat sich dem Ziel „50-80-90“ verpflichtet: bis 2050 mindestens 50 Prozent Energie einsparen, Strom- und Wärmeerzeugung durch 80 Prozent erneuerbare Energien sowie Treibhausgase um 90 Prozent verringern. Um diese ambitionierten und notwendigen Klimaschutzziele zu erreichen, bedarf es intelligenter Konzepte und innovativer Technologien. Die Gemeinde Münstertal hat in den vergangenen Jahren gemeinsam mit Energiedienst einige Projekte umgesetzt, die den Energiebedarf reduzieren und zum Klimaschutz beitragen.

Kommunaler Sonnenstrom

Angefangen haben die Münstertäler vor ein paar Jahren mit Photovoltaikanlagen auf den Dächern städtischer Gebäude wie dem Kindergarten und der Schule. Die Installation weiterer Solarmodule auf kommunalen Gebäuden ist in Planung. Damit und mit den über 100 Photovoltaikanlagen auf Privathäusern leistet Münstertal einen wichtigen Beitrag zur Energiewende.

Campingplatz spart 400 Tonnen CO2

Auf dem Gelände des örtlichen Campingplatzes hat Energiedienst 2017 eine neue Heizzentrale installiert: Ein Blockheizkraftwerk (BHKW) produziert dort seitdem rund zwei Millionen Kilowattstunden Wärme im Jahr. Von der Heizzentrale aus werden das Haupthaus mit Restaurant, der Wellness-Bereich, das Hallenbad, das platzeigene Freibad, drei Sanitärhäuser, ein Gebäude mit Lebensmittelgeschäft und Freizeiträume mit Wärme versorgt. Das neue BHKW reduziert den Kohlenstoffdioxidausstoß des Campingplatzes jährlich um etwa 400 Tonnen.

Das langfristige Ziel im Auge

Rüdiger Ahlers, Bürgermeister von Münstertal, ist mit der Zusammenarbeit zufrieden: „Der Austausch mit Energiedienst findet stets auf Augenhöhe statt und ist außerordentlich zielorientiert.“ Man merke, dass der Energieversorger nicht an kurzfristigem Profit, sondern an nachhaltigen Energielösungen interessiert sei. „Die energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen erfordern auch immer wieder neue Konzepte für Erzeugungsanlagen“, erklärt Jörg Bleile, Kommunalbetreuer bei Energiedienst. „Wenn diese nach 20 Jahren aus der Einspeisevergütung ausscheiden, stellt sich zum Beispiel die Frage, ob und wie sie weiter wirtschaftlich betrieben werden können.“ Für solche Problemstellungen erarbeitet Energiedienst kontinuierlich Lösungen und Vermarktungsmodelle.

Individuelle Analyse und Beratung

Welche dezentralen Energielösungen sich für Kommunen eignen, dazu berät Energiedienst interessierte Gemeindevertreter. Am Anfang steht eine individuelle Ist- und Potenzialanalyse, anhand derer die Fachleute Ziele zum Ausbau erneuerbarer Energie- und Wärmequellen vor Ort ableiten. Anschließend erarbeitet Energiedienst auf dieser Basis die wirtschaftlichen Aspekte und Umsetzungsmöglichkeiten.

Sie haben Interesse? Dann sprechen Sie uns an!

Jörg Bleile, Kommunale Projektentwicklung

joerg.bleile@energiedienst.de

Auf drei Rädern gegen Feinstaub

Sie sind schnell, umweltfreundlich und lassen sich in Innenstädten gut parken: E-Lastenräder. Das Land fördert den Kauf mit bis zu 3.000 Euro.
 

In eng bebauten Gebieten oder auf weitläufigen Betriebsgeländen eignen sich Lastenräder mit Elektromotor besonders gut, um schwere oder unhandliche Gegenstände schnell und umweltschonend zu transportieren. Das Land Baden-Württemberg unterstützt Kommunen mit einem Zuschuss von 30 Prozent – maximal aber 3.000 Euro – beim Kauf oder Leasing eines E-Lastenrads oder -anhängers.

Mit dem E-Lastenrad zur Jahresablesung

ED Netze setzt seit dem Frühjahr auf eins der um-weltfreundlichen Fahrzeuge. Kundendienstmeister
Christian Arnold erledigt damit seine Fahrten auf dem hauseigenen Firmengelände oder in der Lörracher Innenstadt – zum Beispiel bei der Jahresablesung. In der großen Kiste transportiert er einen Werkzeugkoffer, Messgeräte und Zubehör. Warum sich das Rad bewährt und welches Modell er nutzt, berichtet Christian Arnold im Energiedienst-Blog.

Förderung beantragen: www.l-bank.de/Elektrolastenrad
Mehr lesen: https://blog.energiedienst.de/elektro-lastenrad-ednetze


Einweihung Power-to-Gas-Anlage

Die neue Power-to-Gas-Anlage am Wasserkraftwerk Wyhlen liefert grünen Wasserstoff für Autos.

Energiedienst weihte am 15. November am Wasserkraftwerk Wyhlen eine Power-to-Gas-Anlage ein. Die Anlage nutzt den Ökostrom des Kraftwerks, um durch Elektrolyse grünen Wasserstoff zu erzeugen. Mit diesem Wasserstoff lassen sich Brennstoffzellen-Fahrzeuge vollkommen klimaneutral betreiben, und er leistet einen wichtigen Beitrag zur Sektorenkopplung: Um die Energiewende voranzutreiben, müssen die Bereiche Strom, Wärme und Mobilität ineinandergreifen und jeweils CO2-Emissionen einsparen. Die baden-württembergische Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut lobte bei der Einweihung die Power-to-Gas-Anlage als „ein Vorzeigeprojekt für die Energiewende im Land“.


„Wir setzen auf emissionsfreie Erzeugung von Wasserstoff, um den CO2-Ausstoß in der Industrie und beim Verkehr zu verringern.“
Martin Steiger, Vorsitzender der Geschäftsleitung bei Energiedienst


Dauerhaft sicher versorgt

Ein neues Umspannwerk soll für die kommenden Jahrzehnte die Versorgungssicherheit der Region Löffingen gewährleisten. ED Netze investiert sechs Millionen Euro in die Anlage, die voraussichtlich Ende 2021 in Betrieb gehen wird.

In den vergangenen Jahren hat sich die Stadt Löffingen als attraktiver Gewerbe- und Wohnstandort weiterentwickelt. Gleichzeitig ist kontinuierlich der Energiebedarf gewachsen. Damit das Stromnetz auf lange Sicht leistungsfähig und zuverlässig bleibt, plant die ED Netze GmbH, ein neues 110/20-Kilovolt(kV)-Umspannwerk auf einem 2.000 Quadratmeter großen Areal an der Gerwigstraße direkt am Löffinger Gewerbe­gebiet zu errichten.

Kurzer Versorgungsweg erhöht Sicherheit

Bislang steht dort die 20-kV-Übergabestation, die mit einer 20-kV-Doppelfreileitung mit dem Umspannwerk Donaueschingen verbunden ist. „Je länger ein solcher Versorgungsweg ist, desto ausgeprägter wirken sich Spannungsanhebungen durch die Vielzahl großer, dezentraler Einspeiseanlagen in diesem Netzgebiet aus“, erklärt Markus Linder, Leiter Hochspannungsanlagen bei ED Netze. Mit dem Bau des neuen Umspannwerks stellt der Netzbetreiber eine zukunftsfähige Stromversorgung in Löffingen sicher. Untersuchungen haben gezeigt, dass eine Netzoptimierung durch 20-kV-Spannungslängsregler oder eine Verstärkung der bestehenden Freileitung nicht ausreichen würde, um die Situation dauerhaft zu verbessern. Für eine starke Netzanbindung des neuen Umspannwerks ist bereits gesorgt: Der geplante Standort liegt in unmittelbarer Nähe einer 110-kV-Freileitung.

Neuer Lichtwellenleiter geplant

Da sich mit der Inbetriebnahme des neuen Umspannwerks der Datenverkehr der ED Netze erhöhen wird, verlegt der Netzbetreiber zudem ein modernes Lichtwellenleiter-Nachrichtenkabel. Es ersetzt ein etwa 27 Kilometer langes konventionelles Nachrichtenluftkabel.

„Mit dem Bau  es neuen Umspannwerks verbessert ED Netze die Versorgungssicherheit deutlich und steigert die Attraktivität der Stadt Löffingen als Gewerbe- und Wohnstandort.“
Tobias Link, Bürgermeister von Löffingen


„Das neue Umspannwerk deckt den steigenden Leistungsbedarf und ermöglicht den Anschluss weiterer größerer Erzeugungsanlagen.“
Markus Linder,  Leiter Hochspannungsanlagen ED Netze GmbH



Südbaden vernetzt sich

Seit Kurzem können sich Gemeinden aus Südbaden mittelbar an der ED Netze GmbH beteiligen. Das Programm „ED vernetzt“ ermöglicht es Kommunen, das Stromnetz der Zukunft mitzugestalten. Zudem ist die Beteiligung eine interessante Anlageoption für Gemeinden.

In Zeiten niedriger Zinsen verspricht sie eine attraktive Dividende auf das eingesetzte Kapital. In ersten Gemeinden präsentierten die Kommunalbetreuer das Beteiligungsprogramm bereits auf Anfrage im Gemeinderat.

Mit „ED vernetzt“ will Energiedienst das wechselseitige Verständnis zwischen Kommunen und Energieversorger verbessern. „Wir sind überzeugt, dass aus der Verknüpfung von energiewirtschaftlichem Fachwissen und kommunalpolitischen Anforderungen zukunftsfähige Strategien für die Region entstehen“, sagt Edmund Martin, Kommunalbetreuer bei Energiedienst. Voraussetzung für die Beteiligung ist eine gegenwärtige Zusammenarbeit mit der ED Netze GmbH im Infrastrukturbereich.

Mehr Infos: www.edvernetzt.de

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edvernetzt@energiedienst.de

Ihre Ansprechpartner

Edmund Martin

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