Vorfahrt für Elektroautos  

Der Verkehrssektor ist mit einem Anteil von 20 Prozent der drittgrößte Verursacher von Treibhausgasemissionen. Das meiste davon entfällt auf den Straßenverkehr. Deshalb hat die Bundesregierung mit ihrem Konjunkturprogramm anlässlich der Corona-Krise die Förderungen für den Ausbau der Elektromobilität noch einmal kräftig aufgestockt – auch für Kommunen sind die Konditionen günstiger als je zuvor.

Umweltprämie verdoppelt

9.000 Euro erhalten Käufer reiner Elektro- und Brennstoffzellenautos mit einem Listenpreis bis maximal 40.000 Euro bis Ende 2021. Denn der Staat hat den Zuschuss zum sogenannten Umweltbonus von 3.000 Euro auf 6.000 Euro verdoppelt. Dazu kommen 3.000 Euro von den Herstellern.  Für Plug-in-Hybride und teurere Fahrzeuge fallen die Zuschüsse geringer aus. Aber auch junge Gebrauchte profitieren von den Förderungen.

Außerdem hat die Bundesregierung eine Reihe steuerlicher Anreize verlängert. Wer noch bis Ende dieses Jahres ein E-Auto neu zulässt, ist zum Beispiel zehn Jahre von der Kfz-Steuer befreit. Ab 2021 orientiert sich dann die Kfz-Steuer zudem am CO2-Ausstoß. Fahrzeuge, die mehr als 95 Gramm CO2 pro Kilometer emittieren, zahlen künftig deutlich mehr. Bis 2030 verlängert hat die Bundesregierung zudem die steuerliche Vergünstigung für die Nutzung von Elektro-Dienst- und Lieferfahrzeugen. Und für rein elektrische Liefer- oder andere Nutzfahrzeuge sowie elektrisch betriebene Lastenfahrräder gilt eine Sonderabschreibung von 50 Prozent im Jahr der Anschaffung – zusätzlich zur regulären Abschreibung.

Mehr Infos:www.bundesregierung.de > Themen > Klimaschutz > Verkehr

Schneller laden  

Stecker rein, 40 Minuten warten, elektrisch losfahren: Seit Mai 2020 nutzen Energiedienst-Mitarbeiter die Vorzüge einer speziellen Schnellladesäule, die sogenannte Hypercharger HYC 150. Die schicke und zugleich kompakte Gleichstrom-Ladestation befindet sich auf dem Betriebsgelände in der Schildgasse in Rheinfelden (Foto) und kommt gut an.

Das Besondere: Der Hypercharger mit seiner Leistung von 150 Kilowatt macht superschnelles Laden möglich – für zwei Autos gleichzeitig. Eine Batterie mit einer Kapazität von 100 Kilowattstunden ist damit in nur rund 40 Minuten nahezu voll. Die moderne Schnellladesäule eignet sich für alle Elektroautos mit sogenanntem CCS-Anschluss. Energiedienst prüft, ob sich die innovative Ladetechnik auch im öffentlichen Raum einsetzen lässt.

 

 

110.000 Ladevorgänge...

...zählt Energiedienst seit Einführung des Abrechnungssystems Anfang 2017 bei der Ladeinfrastruktur in Deutschland. Bis Sommer 2020 füllten Elektroautos an den Ladesäulen ihre Batterien mit rund einer Gigawattstunde Strom – dem durchschnittlichen Jahresbedarf von knapp 300 Drei-Personen-Haushalten.

Ansprechpartner

Nils Hoesch

nils.hoesch@energiedienst.de

07623 92-51 2507