Barrierefrei Strom tanken

Unüberwindbare Bordsteinkanten, zu hohe Knöpfe: Ladesäulen für E-Autos sind für motorisch eingeschränkte Menschen häufig schwer zu bedienen. Energiedienst setzt zukünftig bei Ladesäulen auf barrierefreie Modelle.

Die Elektromobilität nimmt Fahrt auf: Im ersten Halbjahr 2019 wurden deutschlandweit 31.000 Elektroautos neu zugelassen. Die Ladeinfrastruktur wird kontinuierlich weiter ausgebaut. 20.650 Ladepunkte standen den Elektromobilisten im Juli 2019 zur Verfügung. Im Netzgebiet von Energiedienst betreibt der Energieversorger rund 115 Ladesäulen.

30 Ladesäulen bald barrierefrei

Neben der Ladedauer ist die Benutzerfreundlichkeit der Stromtankstellen entscheidend, um die Attraktivität von Elektrofahrzeugen zu steigern. Bei herkömmlichen Ladesäulen sind Bedienknöpfe und Kartenschlitze für motorisch eingeschränkte Menschen jedoch häufig schwer erreichbar. Bordsteinkanten erschweren den Zugang zu den Ladepunkten zusätzlich.

Energiedienst ersetzt daher alte Ladesäulen durch barrierefreie Modelle gemäß der DIN-Norm 18040-3. Diese sind unterfahrbar und lassen sich auch vom Rollstuhl aus sowie einhändig leichtgängig bedienen. In den nächsten Monaten tauscht Energiedienst 30 Ladesäulen im Netzgebiet gegen barrierefreie Ladesäulen aus.

Engagement für die Lade-Infrastruktur

Energiedienst hat innerhalb der letzten Jahre ein flächendeckendes Ladenetz in Südbaden aufgebaut, was insbesondere auch der Mitwirkung der Kommunen zu verdanken ist. Im Netzgebiet des Energiedienstleisters befindet sich spätestens alle zehn Kilometer mindestens ein 22-kW-Ladepunkt. 10 bis 15 weitere Standorte sind in Planung.