Sonnenstrom für Straßenlampen

Ab 2021 erhalten die ersten Photovoltaikanlagen keine Einspeisevergütung mehr. Die Gemeinde Pfaffenweiler zeigt, wie Kommunen sie dennoch wirtschaftlich betreiben können.

Auf dem Dach des Pfaffenweiler Rathauses und des Dorfmuseums  glänzen seit einiger Zeit Photovoltaikmodule in der Sonne. Tagsüber nutzt die Gemeinde den Solarstrom in den beiden kommunalen Gebäuden. Statt die überschüssige Energie ins Netz einzuspeisen, speichert die von Energiedienst konzipierte Anlage sie in vier Batteriespeichern im Keller des Rathauses. Wenn die Sonne untergegangen ist, kommt der übrige Solarstrom zum Einsatz und bringt 25 Straßenlampen auf dem Grundstück des Rathauses zum Leuchten.
 

Auch Ost- und Westdächer kommen infrage
„Wegen der ständig sinkenden Einspeisevergütungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes ist es sinnvoll, Strom aus eigenen Solaranlagen überwiegend selbst zu nutzen“, erklärt Markus Koselowske, Photovoltaikspezialist bei Energiedienst. Früher wurden PV-Anlagen auf maximale Einspeisung ausgelegt und meist nach Süden ausgerichtet. Für die Eigenstromnutzung kommen auch Ost- und Westdächer infrage. Anlagen mit unterschiedlich ausgerichteten Modulen decken den Strombedarf im Tagesverlauf besser ab.

„Die Lösung aus Photovoltaikanlage und Speichern ist gut für die Umwelt und reduziert unsere Energiekosten“, sagt Dieter Hahn, Bürgermeister von Pfaffenweiler.
 

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