Volle Ladung fürs Quartier

In Freiburg hat Energiedienst ein Anwohnerparkhaus mit 83 Ladestationen ausgestattet. Einen besonderen Lösungsansatz erforderte die Netzkapazität.

Für Autobesitzer hat der verkehrsberuhigte Freiburger Stadtteil Vauban ein spezielles Angebot: Anstatt an den Häusern parken sie ihre Fahrzeuge in zentralen Parkhäusern. Weil auch im Vauban die Anzahl der E-Autos stetig steigt, wuchs bei vielen Bewohnern der Wunsch nach einer eigenen Ladestation. Da sie jedoch über keine Stellplätze an ihren Gebäuden verfügen, war eine zentrale Lösung gefragt. Dabei unterstützte Energiedienst und stattete eines der Parkhäuser des Viertels mit Ladepunkten aus. Die Glasgarage Vauban – auf deren Dach sich eine Photovoltaikanlage befindet – verfügt über 272 Anwohnerparkplätze, auf 83 davon können seit Dezember E-Autos mit Ökostrom geladen werden.

„Dynamisches Lademanagement hilft bei begrenzter Netzkapazität einzelner Gebäude.“

Nils Hoesch, Leiter Elektromobilität

Nils Hoesch, Leiter E-Mobility

Intelligentes Lademanagement

Die Herausforderung im Wohnquartier: Eine hohe Anzahl von Ladepunkten trifft auf eine begrenzte Netzkapazität. „In solch einem Fall hilft ein intelligentes Lademanagement, das die verfügbare Leistung bedarfsgerecht an die Stationen verteilt“, erklärt Nils Hoesch, Leiter Elektromobilität bei Energiedienst. Wenn also in den frühen Abendstunden viele Menschen von der Arbeit kommen und ihr Auto an die Wallbox anschließen, steuert das Lademanagement die Ladeleistung so, dass das Netz nicht überlastet wird. Es drosselt dann die Leistung pro Ladepunkt für diesen Zeitraum und erhöht sie erst wieder, wenn mehr Kapazität zur Verfügung steht. Eine weitere anspruchsvolle Aufgabe lag in der Aufteilung der Ladestationen: Während sie sich an öffentlichen Parkplätzen meist in einer Reihe oder einer Ecke befinden, sind sie in der Glasgarage über das ganze Parkhaus verteilt. Die von Energiedienst beauftragten ortsansässigen Elektrounternehmen mussten die Stromleitungen zu den Ladepunkten über insgesamt sechs Stockwerke verlegen.

Rundum sorglos zur Ladelösung

Bei der Umsetzung der Ladeinfrastruktur für die Glasgarage braucht sich die Auftrag gebende Wohnungseigentümergesellschaft um nichts zu kümmern. Energiedienst übernimmt alle Leistungen – von der Beratung über Installation, Betrieb und Wartung bis zur Abrechnung. Sollte es mal zu einer Störung kommen, lässt sich das meiste aus der Ferne beheben. Weiterer Vorteil: Steigt der Bedarf an Ladestationen, kann Energiedienst die Anzahl problemlos erhöhen. „Auch für Kommunen ist der Aufbau einer Ladeinfrastruktur mit Lastmanagement ein optimaler Lösungsansatz – ganz gleich, ob auf Parkplätzen, in neuen Wohnquartieren oder vor Bestandsgebäuden im öffentlichen Raum“, weiß Nils Hoesch.

 

Fotos: Juri Junkov

Schnell laden mit Genuss

Regional, ökologisch, klimaschonend: In Feldberg-Bärental lockt schon bald der neue Landmarkt „Wälder:Genuss“ mit Verkaufsraum und Gastwirtschaft zahlreiche Besucher an. Nachhaltigkeit steht außerdem bei der Energieversorgung auf dem Programm. Außer in eine Photovoltaikanlage investiert der Familienbetrieb in Ladestationen für Elektroautos. Dabei unterstützt Energiedienst und errichtet dort eine Schnellladestation des Modells Hypercharger 150 von Alpitronic mit zwei Ladepunkten und einer Gesamtleistung von 150 Kilowatt. Die besonders hohe Leistung des Hyperchargers verkürzt die Ladezeit eines leeren Akkus auf durchschnittlich 20 Minuten. Sollte der Bedarf am Standort weiter steigen, ist der Anschluss eines weiteren Hyperchargers mit 150 Kilowatt schon vorbereitet.

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