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Strategie in der Überprüfung

Mitte Oktober hat sich der Verwaltungsrat der Energiedienst Holding AG zusammen mit der Geschäftsleitung mit der Strategie der Unternehmensgruppe befasst. Mit Martin Steiger sprachen wir über das Ergebnis.

PostED express: Herr Steiger, ein Thema der letzten Verwaltungsratsklausurtagung war die Strategie der Energiedienst-Gruppe. Was ist der Hintergrund?

Martin Steiger: Im Frühjahr 2016 haben wir uns die Strategie 25+25 gegeben. Ihr Ziel ist, die Weiterentwicklung der Energiedienst-Gruppe vom reinen Energieversorger zum modernen Energiedienstleister einzuleiten. Das heißt, auf Basis des Bestandsgeschäfts sollen neue Geschäfte entwickelt und etabliert werden. Drei Jahren haben wir nun diese Strategie verfolgt. Nun war es an der Zeit, sie zu überprüfen und zu justieren.

Was ist entschieden worden?

Martin Steiger: Die Neuausrichtung unserer Unternehmensgruppe geht mit Schwung weiter. Die Vision unserer Unternehmensstrategie „Wir verwirklichen unseren Kunden ihre eigene Energiewende“ gilt. Wir machen mit der Entwicklung der neuen Geschäftsfelder weiter und bauen sie aus. Derzeit haben wir Rückenwind aus dem Bestandsgeschäft, zum einen weil wir mit den Effizienzmaßnahmen erfolgreich sind, zum anderen auch weil die Strompreise an der Börse deutlich gestiegen sind. Dennoch dürfen wir uns nicht zurücklehnen. Diese Erholung schafft uns zwar Raum für die notwendige Weiterentwicklung der gesamten Unternehmensgruppe, doch die Digitalisierung und Dezentralisierung der Energiewelt wird mit schnellen Schritten voranschreiten. Damit müssen wir Schritt halten.

Was ändert sich?

Martin Steiger: Wir haben bei der Überprüfung der Strategie festgestellt, dass die Hochlaufkurve bei unseren neuen Produkten im Markt nicht so schnell war wie geplant und sich das Marktumfeld etwas anders als erwartet entwickelt hat. Zum Beispiel sind Subventionen weggefallen und der Wettbewerb ist intensiver.
Daher legt der Verwaltungsrat Wert darauf, dass wir uns am Markt beweisen. Es sollen mehr Synergien im EnBW-Konzern erschlossen werden; so werden wir die Entwicklung eines gemeinsamen Energiemanagementsystems anstreben. Für den Markterfolg ist es wichtig, dass wir die Marketing- und Verkaufsellipsen nun zur vollen Wirkung bringen.

Was bedeutet das insgesamt für die Energiedienst-Gruppe?

Martin Steiger: Wir haben in den vergangenen Monaten hart gearbeitet und sind ein sehr gutes Stück vorangekommen. Darauf können wir stolz sein. Und dafür sage ich „Danke“. Wir werden jetzt nicht müde, sondern beschreiten den Weg beharrlich weiter. Wichtig ist, dass wir das als Energiedienst-Gruppe gemeinsam in Angriff nehmen und dabei unternehmensweit denken und miteinander handeln. Dann werden wir uns auch erfolgreich weiterentwickeln.

 


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