Die Geschäftsleitung zu der aktuellen Situation bei Energiedienst


Liebe Bürgerinnen und Bürger,

die Corona-Pandemie hat Europa und weite Teile der Welt fest im Griff. Um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, ist das öffentliche Leben inzwischen stark eingeschränkt. Das betrifft nicht nur soziale Kontakte, sondern auch die Wirtschaft. Diese ungewohnte und schwierige Situation zu meistern, ist eine große Herausforderung für uns alle. Und so wie es aussieht, wird uns die Pandemie noch eine ganze Weile begleiten.

Die Energiedienst-Gruppe nimmt die Gefahr, die von Corona ausgeht, ernst. Wir haben einen gesellschaftlichen Auftrag, nämlich die Menschen zuverlässig mit Energie zu versorgen. Wir stellen Ihnen beispielsweise Strom, Gas Wasser und Wärme zur Verfügung.

Diesen Auftrag nehmen wir auch unter schwierigen Bedingungen wahr. Das ist für uns selbstverständlich. Wir haben uns in den letzten Wochen entsprechend vorbereitet und verschiedene Szenarien durchgeplant. Stufenweise haben wir Präventionsmaßnahmen ausgedehnt und erweitert. Organisatorische Maßnahmen, wie das Aufteilen von Teams auf verschiedene Standorte und die Sensibilisierung der Mitarbeiter sorgen dafür, dass die Ansteckungsgefahr bei uns möglichst gering gehalten wird. Darüber hinaus haben wir doppeltes Wissen aufgebaut, Reserven gebildet und Infrastrukturen an zusätzlichen Standorten vorbereitet.

Die Mitarbeiter und Führungskräfte der Energiedienst-Gruppe gehen dabei mit viel Besonnenheit, Professionalität und Kreativität vor.

Niemand weiß oder kann vorhersagen, was in den kommenden Wochen noch passieren wird. Wir sind aber vorbereitet, unter erschwerten Bedingungen über einen längeren Zeitraum die Wasserkraftwerke in Betrieb zu halten und die Energieversorgung sicherzustellen.

Unsere Kunden müssen nicht im Dunkeln oder in der Kälte sitzen. In dieser besonderen Situation haben wir auch beschlossen, Stromsperren auszusetzen, denn Energie ist in diesen Tagen besonders wichtig.

Häufige Fragen und Antworten zur Vorbereitung der Energiedienst-Gruppe auf die Corona-Pandemie finden Sie im untenstehenden Katalog. Weitere Hinweise für unsere Kunden finden Sie auf der Service-Seite von NaturEnergie.

Bleiben Sie gesund!

Ihr Jörg Reichert und Michel Schwery

Geschäftsleitung der Energiedienst Holding AG


Fragen und Antworten: Vorbereitung der Energiedienst-Gruppe auf die Corona-Pandemie

Die Energiedienst-Gruppe hat eine gesellschaftliche Aufgabe. Wir versorgen Menschen mit Energie. Deshalb nehmen wir die Corona-Krise ernst.

Wir haben schon sehr früh eine Arbeitsgruppe gebildet, die täglich die Lage analysiert und daraus erste Präventionsmaßnahmen (persönliche Hygiene, Vorgehen bei Reiserückkehrern etc.) abgeleitet hat. Dabei haben wir uns an den behördlichen Vorgaben in Deutschland und der Schweiz orientiert. Gemäß der Lageentwicklung und der verstärkten Ausbreitung des Virus haben wir die Maßnahmen ausgeweitet und die Strukturen angepasst.

Maßgabe dabei sind: erstens die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und zweitens die Aufrechterhaltung der Energieversorgung für unsere Kunden mit Strom, Wärme und Wasser. Um die Ansteckungsgefahr zu minimieren, arbeiten alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, denen es möglich ist, von zu Hause aus. Diejenigen, die noch vor Ort sind, halten sich an die Abstandsregel, und organisatorische Maßnahmen sorgen dafür, dass sich Kollegen möglichst nicht begegnen.

Als Betreiber kritischer Infrastruktur (Kraftwerke, Stromnetze, Wasser- und Wärmeversorgung) sind wir auf Krisen verschiedener Szenarien vorbereitet. Die Strukturen, um diese Krisen zu beherrschen, können schnell aufgebaut werden. Im Netzbereich zum Beispiel gehört dies fast zum Tagesgeschäft, da die Auswirkungen großflächiger Stürme bereits eine Art Notsituation darstellen, die spezielle Arbeitsabläufe benötigen. Diese Notfallpläne können schnell an andere Situationen angepasst werden.

Krisenübungen gibt es vor allem im Netzbereich regelmäßig. Das hilft, damit die verschiedenen Unternehmensbereiche im Krisenfall schnell und vertrauensvoll zusammenarbeiten. Eingespielte Abläufe helfen, wenn es ernst wird.

Auch bei der ED Netze GmbH gilt, dass die Ansteckungsgefahr minimiert wird. Die Monteure sind so organisiert, dass sie sich möglichst nicht begegnen. Nicht zwingend nötige Arbeiten aus dem Tagesgeschäft sind verschoben. Mit detaillierten Verhaltensregeln wird sichergestellt, dass sich Mitarbeiter und Netzkunden nicht anstecken.

Die Mitarbeiter in der Verbundleitstelle in Rheinfelden steuern das Stromnetz in Südbaden. Die Verbundleitstelle ist somit das Herz des Netzbetriebs. Sie gilt seit Beginn der Ausbreitung des Virus als höchstsensibler Bereich. Mitarbeiter, die dort nicht arbeiten, oder Externe haben keinen Zutritt. Mitarbeiter begegnen sich beim Schichtwechsel nicht auf kurze Distanz. Die Ersatzleitstelle in Donaueschingen dient im Fall einer Infizierung als Ausweichmöglichkeit.

Unsere Wasserkraftwerke laufen vollautomatisch. Das Wartungspersonal und der Bereitschaftsdienst sind so eingeteilt, dass sie auch unter erschwerten Bedingungen ihre Aufgaben wahrnehmen können. Zum Teil gibt es Reserveteams, die jetzt zu Hause sind.

Auf das operative Arbeiten hat die Grenzschließung bislang keinen großen Einfluss, nachdem die administrativen Fragen geklärt wurden. Das Kraftwerkspersonal kann die Grenze an den Kraftwerken aus betrieblichen Gründen weiterhin überqueren. Auch die Situation der Grenzgänger beim Grenzübertritt hat sich inzwischen deutlich entspannt.

Wir haben die Mitarbeiter schon früh sensibilisiert und über die wichtigsten präventiven Verhaltensregeln (kein Händeschütteln, in die Armbeuge husten, regelmäßiges Hände waschen, Abstand halten) informiert. Durch organisatorische Maßnahmen (Trennung von Teams, Home Office, Zuhausebleiben von Reiserückkehrern und Mitarbeitern mit Krankheits-Symptomen) ist das Personal an den Standorten ausgedünnt. Wer sich nicht begegnet, kann sich nicht anstecken

Wenn Mitarbeiter, egal in welchem Bereich, erkranken, greift ein definierter Prozess. Zusammen mit dem Team des Betroffenen und dem Erkrankten ermittelt die Führungskraft die direkten Kontakte. Auch die direkten Kontakte werden für 14 Tage nach Hause geschickt. Die Arbeitsplätze werden gereinigt. Es muss also nicht zwingend das ganze Team in Quarantäne. Darüber hinaus ist sichergestellt, dass es betriebsnotwendige Funktionen mit speziellem Wissen im Team mehr als einmal gibt. Diese Kollegen begegnen sich seit Wochen nicht mehr persönlich.

Es ist sichergestellt, dass es betriebsnotwendige Funktionen mit speziellem Wissen im Team mehr als einmal gibt. Diese Kollegen begegnen sich seit Wochen nicht mehr persönlich. Zum Teil gibt es Reserveteams. Da die meisten Mitarbeiter aus dem Home Office arbeiten, sollten auch für den Fall, dass Räume desinfiziert werden, ausreichend Arbeitsplätze zur Verfügung stehen. Zudem sind weitere Räume (Besprechungszimmer, Infocenter) als Ausweichplätze eingeplant.

Wir lassen in diesen schwierigen Zeiten die Menschen nicht allein. Wir stellen die Versorgung mit Strom, Wasser, Wärme und Gas weiterhin sicher. Damit das Licht nicht ausgeht, verzichten wir im Moment auf Stromsperren bei säumigen Kunden. Weitere Hinweise für Kunden finden Sie auf der Service-Seite von NaturEnergie.

Der NaturEnergie TREFF in Lörrach sowie die persönlichen Kundenberatungen in Rheinfelden, Donaueschingen und Schallstadt sind geschlossen. Auch das NaturEnergie Mobil bleibt im Moment in der Garage. Führungen in den Wasserkraftwerken finden bis auf Weiteres nicht statt und auch der Ausstellungspavillon 1898 in Rheinfelden ist nicht mehr geöffnet.