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KOMMpakt 01/2017

Wehr setzt auf Ökowärme

Seit gut zwei Monaten versorgt die Holzhackschnitzelanlage in Wehr kommunale Gebäude mit umweltfreundlicher Wärme. In Kürze werden auch Privathaushalte an das Nahwärmenetz „Im Tal“ angeschlossen.

Talschule, Rathaus, Altes Schloss, Mediathek, Stadthalle, Bauhof und Feuerwehrhaus – das sind nur einige der zwölf kommunalen Einrichtungen in Wehr, die seit Ende November 2016 mit umweltfreundlicher Wärme vom Nahwärmenetz „Im Tal“ versorgt werden.

Dessen Herzstück: eine Holzhackschnitzelanlage, die sich neben der Mediathek befindet.

2,3 Millionen Euro investierten die Stadtwerke Wehr in die Anlage, die von Energiedienst betrieben wird.

Saubere Energie

Mit einer Leistung von 720 Kilowatt sorgt der Kessel für Wärme und Warmwasser – klimaneutral, da der CO2-Ausstoß bei der Verbrennung der Holzhackschnitzel ebenso hoch ist wie die CO2-Menge, die beim Holzwachstum eingebunden wurde.

Ein Erdgas-Redundanzkessel mit 1.000 Kilowatt Leistung sichert in Spitzenlast-Zeiten die Vollversorgung.

In den kommenden Wochen wird das Nahwärmenetz „In den Höfen“ – momentan mit Gas betrieben – mit dem Netz „Im Tal“ verbunden.

Dann erhalten insgesamt 14 kommunale und 21 private Gebäude Nahwärme aus erneuerbaren Energien.

Partnerschaftliche Zusammenarbeit

Bereits 2013 analysierte Energiedienst den Energiebedarf für Wehr. Es folgte ein Energiekonzept mit Vorplanung für die kommunalen Gebäude der Stadt.

2015 kauften die Stadtwerke Wehr die Nahwärmenetze „Seeboden“ und „In den Höfen“ und verpachteten sie an Energiedienst, die noch im gleichen Jahr das Quartierskonzept für das Wärmenetz „Im Tal“ erstellte.

Tag der offenen Tür am Sonntag, 28. Mai 2017

in der Heizzentrale neben der Mediathek

Interessenten, die ihre Häuser anschließen lassen möchten, können sich an Projektleiter Jörg Bleile wenden.

Jörg Bleile

joerg.bleile@energiedienst.de

Ladesäulen flexibel nutzen 

Mit der Ladestation Wallbox Community fördern Gemeinden die Elektromobilität vor Ort – und erhalten für jede abgegebene Kilowattstunde Strom Geld zurück. 

Wer ein Elektroauto fährt, möchte es einfach, schnell und bequem laden können. Möglich wird dies mit der Ladestation „Wallbox Community“.

Sie beinhaltet zwei Ladesäulen, die sich nach den individuellen Wünschen der Gemeinde einrichten lassen.

Vielseitige Ladeinfrastruktur

Die Wallbox besteht aus einer Hauptstation sowie einer Community Station, die in der Nähe der Hauptstation installiert wird. Die Community Station ist ein öffentlicher Ladepunkt.

Hier können Bürger und Besucher der Gemeinde ihre Elektroautos laden. Die Hauptstation kann für die Öffentlichkeit gesperrt werden – zum Beispiel, wenn sie für kommunale Elektrofahrzeuge freigehalten werden soll.

Sie kann aber ebenso als öffentlicher Ladepunkt dienen. Für jede Kilowattstunde Strom, die bezogen wird, erhält die Gemeinde 30 Cent.

Praktisch und preiswert

An der Wallbox lassen sich Elektrofahrzeuge innerhalb einer Stunde laden. Die Leistung von 22 Kilowatt verteilt sich dynamisch auf die Fahrzeuge, wenn beide Stationen zur selben Zeit in Betrieb sind.

Voraussetzungen für eine Wallbox: zwei öffentlich zugängliche Parkplätze, eine Internetverbindung und ein 400-Volt-Drehstromanschluss.

Für Gemeinden bietet Energiedienst die Wallbox Community zum Vorzugspreis von 590 Euro (ohne MwSt.) an.

Möchten Sie in Ihrer Gemeinde eine Ladestation installieren? Dann wenden Sie sich an Energiedienst-Mitarbeiter Martin Baldinger.

Martin Baldinger

martin.baldinger@energiedienst.de

Energiedienst erweitert Ladesäulennetz

CarSharing mit Elektroautos ist seit Kurzem auch in Freiburg möglich: Mit sieben Schnellladesäulen und je einem Elektroauto ist my-e-car, das Gemeinschaftsunternehmen der Stadtmobil Südbaden AG und der Energiedienst Holding AG, Ende 2016 in Freiburg gestartet.

Damit erhöhte sich das Schnellladesäulen-Netz von Energiedienst auf knapp 90.

Geladen werden die Stromer mit zertifiziertem Ökostrom der Marke NaturEnergie Gold aus dem Wasserkraftwerk Wyhlen. http://www.my-e-car.de


Solarstrom fast zum Nulltarif

Gemeinden treiben die regionale Energiewende voran – zum Beispiel mit Photovoltaikanlagen auf kommunalen Gebäuden. Wie der Solarstrom selbst genutzt werden kann, zeigt ein Mehrfamilienhaus in Zell.

Seniorenheime und Kindertagesstätten, Schwimmbäder und Kläranlagen, Hallen und Verwaltungsgebäude – die Liste der kommunalen Liegenschaften, auf denen eine Solaranlage installiert werden kann, ist lang. Mit einer PV-Anlage produzieren Kommunen ihren eigenen Strom aus 100 Prozent erneuerbaren Energien.

Damit sparen sie bares Geld, schonen Klima und Umwelt und tragen so zum Gemeinwohl bei.

Hausstromtarif für Mieter

Ein Leuchtturmprojekt ist in Zell im Wiesental zu finden: In der Liebeneckstraße hat Energiedienst im vergangenen Jahr ein Mehrfamilienhaus der Wohnungsbaugenossenschaft WEG mit einer Photovoltaikanlage ausgerüstet.

Das Besondere daran: Die PV-Module wurden direkt in die Dachfläche integriert und ersetzen somit die übliche Dacheindeckung. Damit konnten die Kosten für das Dachmaterial gespart werden.

Gleichzeitig profitieren die Mieter der zwölf Wohneinheiten vom kostengünstigen NaturEnergie-Hausstrom, den die Anlage erzeugt.

Lösungen für die kommunale Energiewende

Aufgrund der sinkenden Einspeisevergütungen nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz ist es sinnvoll, den selbst produzierten Strom aus PV-Anlagen in den kommunalen Gebäuden oder für die Straßenbeleuchtung zu nutzen.

Energiedienst berät gerne über Möglichkeiten und bietet ganzheitliche, aufeinander abgestimmte Lösungen an, mit denen sich Städte und Gemeinden den energetischen Herausforderungen stellen können.

Sind Sie interessiert an einer PV-Anlage für kommunale Gebäude oder die kommunale Wohnungswirtschaft? Jochen Debus, Leiter Kommunalbetreuung, berät Sie gerne.

Jochen Debus

jochen.debus@energiedienst.de