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KOMMpakt 01/2016

Jetzt Fördergeld sichern!

8,8 Millionen Euro stellt das Land für den Ausbau energieeffizienter Wärmenetze zur Verfügung. Kommunen sollten daher jetzt handeln. Energiedienst unterstützt sie mit maßgeschneiderten Lösungen.

Das im Februar gestartete Förderprogramm ist auf sechs Jahre angelegt und soll dazu beitragen, den Anteil erneuerbarer Wärme von derzeit 14 Prozent auf 21 Prozent im Jahr 2020 anzuheben. Es enthält unter anderem folgende Bausteine:

1. Städte und Gemeinden können für ihre vom Bund mit 50 Prozent geförderten kommunalen Klimaschutzteilkonzepte, deren Schwerpunkt auf integrierter Wärmenutzung liegt, einen weiteren 20-Prozent-Zuschuss aus Landesmitteln erhalten.

2. Investitionen in energieeffiziente Wärmenetze unter Nutzung von erneuerbaren Energien, Abwärme aus der Industrie sowie Kraft-Wärme-Kopplung unterstützt die Landesregierung mit bis zu 20 Prozent der Kosten, maximal 400.000 Euro pro Investitionsvorhaben.

Beim Ausbau der Wärmenetze versteht sich Energiedienst als Partner der Kommunen. In Bestandsgebieten zeigt das Unternehmen mit sogenannten integrierten Quartierskonzepten auf, welche technischen und wirtschaftlichen Möglichkeiten zur Nutzung örtlicher Wärme-Energieträger bestehen.

In Neubaugebieten bietet Energiedienst mit Erschließungskonzepten ebenfalls individuelle Lösungen an – zum Beispiel die Wärmeversorgung mittels „kalter Nahwärme“. Hierbei wird das Grundwasser als Wärmequelle genutzt.

Alle Maßnahmen haben zum Ziel, die Energieeffizienz in Kommunen zu steigern. Dabei begleiten die Fachleute von Energiedienst die Projekte von der Planung bis hin zum Betrieb und informieren über sämtliche Fördermöglichkeiten.

Bereits realisierte Projektbeispiele stellt Energiedienst bei den Beiratssitzungen am 3. und 4. Mai 2016 vor.

Haben Sie Projektideen zur Nutzung von Abwärme oder Bedarf an einer Wärmeversorgung in Neubaugebieten? Kommen Sie einfach auf mich zu!

CARSHARING in Hänner

Murg ist auf dem Weg zur klimaneutralen Kommune. Das aktuellste Projekt: ein Elektroauto im Ortsteil Hänner, das sich zehn Bürger teilen. Was dahintersteckt, erläutert Ortsvorsteher Dieter Muck.

Herr Muck, wie entstand das Projekt?

Die Idee dazu hatten vor einem Jahr einige Mitglieder der Gruppe „Murg im Wandel“, eine Initiative, die sich dem kommunalen Klimaschutz verschrieben hat. Sie wollten neben dem „Bürgerbus“ eine weitere umweltfreundliche Alternative zum Individualverkehr schaffen.

Nach Gesprächen mit my-e-car, dem CarSharing-Unternehmen von Energiedienst und der Stadtmobil Südbaden AG, haben die Initiatoren Nägel mit Köpfen gemacht: Seit Oktober 2015 ist das Elektroauto, ein Renault Zoe, bei uns im Einsatz und wird von derzeit etwa zehn Personen genutzt.

Wie funktioniert das?

Alle Fahrer müssen sich vorab einmalig registrieren. Die Reservierung des Fahrzeugs erfolgt über die Website von my-e-car.

Man zahlt eine Grundgebühr von drei Euro für die erste Stunde. Hinzu kommen die Kosten für die weitere Nutzungsdauer sowie ein Kilometerpreis.

Das Fahrzeug hat seinen Standort unterhalb der Kirche, wo Energiedienst eine Ladestation installiert hat.

Ein Elektroauto für alle: Ortsvorsteher Dieter Muck (r.) mit Bürgern in Hänner, die das Elektroauto von my-e-car nutzen.

 

 

Was verspricht sich Murg davon?

Bereits seit vielen Jahren sieht sich die Gemeinde in der ökologischen Verantwortung. Das ist im Murger Leitbild festgesetzt und wird unter anderem von der Gruppe „Murg im Wandel“ durch diverse Engagements vorangetrieben.

Das Elektroauto-Projekt ist ein weiterer Baustein auf dem Weg zu einer energieautonomen Kommune.

Wie fährt sich denn das Auto?

Toll! Es ist extrem geräuscharm und hat eine super Beschleunigung. Ich kann es allen, die ganz bewusst das Klima schonen möchten, nur empfehlen.

Am Samstag, 23. April 2016, werden wir einen „Tag der offenen Autotür“ veranstalten, um das Projekt noch für weitere Mitbürger aus Hänner attraktiv zu machen.

Möchten auch Sie Ihren Bürgern ein Elektroauto zur Verfügung stellen? Dann melden Sie sich bei mir!

Dr. Simon Brugger, Leiter E-Mobility

simon.brugger@energiedienst.de

Modernisiertes Umspannwerk: Sicher für die nächsten 50 Jahre

Die ED Netze GmbH hat das Umspannwerk in Donaueschingen in mehreren Bauabschnitten für rund 3,4 Millionen Euro erneuert und Mitte März offiziell in Betrieb genommen. Mit moderner Technik gewährleistet die Anlage eine sichere Stromversorgung für die kommenden 50 Jahre.

Die aus den 60er Jahren stammende Anlage war den heutigen Belastungen nicht mehr gewachsen. Die Betriebsmittel waren in die Jahre gekommen und auch die elektrischen Komponenten sowie das Schalthaus entsprachen nicht mehr dem Stand der Technik.

Jetzt ersetzt moderne digitale MSR-Technik (Messen, Steuern, Regeln) die alte analoge Technik. Das Schalthaus erstrahlt in neuem Glanz und wurde darüber hinaus energetisch saniert.

Großen Wert legte ED Netze auf den Umweltschutz: Unter anderem brachten die Fachleute an den Isolierungen der 20-kV-Trafoableitungen einen Schutz für Kleintiere an. Das Umspannwerk in der Prinz-Fritzi-Allee versorgt auf der 20-kV-Mittelspannungsebene rund 48.000 Einwohner in Donaueschingen und den umliegenden Gemeinden.

Weitere Infos zur Modernisierung

V.l.: Benjamin Fritzsche, Teamleiter Umspann- und Schaltstationen Ost, Markus Nägele, Geschäftsführer ED Netze GmbH, Markus Linder, Leiter Hochspannungsanlagen und Sekundärtechnik, und Erik Pauly, Oberbürgermeister Donaueschingen, bei der Inbetriebnahme des Umspannwerks. 

Tag der offenen Tür

im Energiedienst-Standort Donaueschingen,

Prinz-Fritzi-Allee 2

Sonntag, 12. Juni 2016, 10 bis 17 Uhr

#TdoTDonau


Im Notfall schnell wieder am Netz

Vier intelligente Ortsnetzstationen hat die ED Netze GmbH bereits in ihrem Stromnetz verbaut. „Intelligent“ bedeutet dabei, dass die Stationen ferngesteuert sind: Bei einer Störung kann die Netzleitstelle in Rheinfelden die Kunden bereits nach wenigen Minuten wieder mit Strom versorgen – schneller, als der Bereitschaftsmitarbeiter der ED Netze überhaupt vor Ort ist.

Der Vorteil für alle Stromkunden: Im Notfall sind sie schnell wieder am Netz.

Drei Komponenten benötigt eine Ortsnetzstation, damit sie „intelligent“ wird:

  • einen Motorantrieb für die Mittelspannungsanlage,
  • eine Fernwirkeinheit zur Kommunikation zwischen der Ortsnetzstation und der Netzleitstelle sowie
  • ein Gerät zur Fehlersuche im Stromnetz.

2015 wurden die neuen Komponenten von Siemens und ED Netze erarbeitet, getestet und zum Serienprodukt weiterentwickelt.

Von außen ist eine intelligente Ortsnetzstation nicht von einer herkömmlichen zu unterscheiden. Einzig eine kleine GPRS-Antenne auf den Stationen in ländlichen Gebieten gibt einen Hinweis auf die neue Technik.

Gut zu wissen

Eine Ortsnetzstation benötigt jedes Stromversorgungsnetz, um die Mittelspannung von 20.000 Volt auf die hausübliche Spannung von 400 Volt zu reduzieren. Im Allgemeinen besitzen alle Ortsnetzstationen einen Transformator zur Reduktion der Spannung, eine Mittelspannungsanlage zum Anschluss an das Stromverteilnetz sowie eine Niederspannungsverteilung.

Eine intelligente Ortsnetzstation wird verladen.


Wehr: Neues Nahwärmenetz

Mit einem Spatenstich wurden Ende März offiziell die Baumaßnahmen für das neue Nahwärmenetz „Im Tal“ in Wehr eingeleitet.

Die neben der Mediathek gelegene neue Heizzentrale wird künftig mit einer umweltfreundlichen Hackschnitzelanlage zwölf kommunale Gebäude (unter anderem den Rathauskomplex, die Stadthalle und die Talschule) sowie eine ganze Anzahl von Privathaushalten versorgen.

Energiedienst hat das Nahwärmenetz von den Stadtwerken Wehr gepachtet und ist technischer sowie kaufmännischer Betreiber der Anlage.

Weitere Infos