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Wasserkraftwerk Laufenburg

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Bau:
1909 - 1914

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Modernisierung:
1929 - 1960
1988 - 1994

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Turbinentypen:
10 Straflo-Turbinen

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Leistung:
106 Megawatt

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Jahresproduktion:
700 Millionen kWh

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Ausbauwassermenge:
1.370m3/s

Stauwehr Wasserkraftwerk Laufenburg
  • Schleusenlänge: 30 m
  • Schleusenbreite: 12 m
  • Schleusenhöhe: 10 m
  • Dauer der Schleusung: 20 Minuten
  • Anzahl der Schleusungen: ca. 250 pro Jahr
  • Wehröffnungen: 4

Der Wehrübergang am Wasserkraftwerk Laufenburg ist von 1. Mai bis 31. Oktober für Fußgänger und Radfahrer täglich von 6 bis 22 Uhr geöffnet.

Aus Sicherheitsgründen müssen Radfahrer das Rad auf dem Werksgelände schieben: Der Treppenaufgang ist dafür mit Rinnen ausgestattet. Für Rollstuhlfahrer gibt es einen Treppenlift, sodass der Übergang barrierefrei passierbar ist.

Zum Starten des virtuellen Rundgangs bitte auf das Bild klicken.

Geschichte

1908 wurde das Unternehmen „Kraftwerk Laufenburg“ (heute Energiedienst Holding AG) gegründet, um ein Wasserkraftwerk zu errichten und zu betreiben.

Der Bau des Wasserkraftwerks zwischen 1909 und 1914 war ein architektonisches und flussbauliches Wagnis, denn das Kraftwerk wurde als erstes quer zum Fluss gebaut.

Noch heute ist Laufenburg ein klassisches Vorbild für moderne Laufkraftwerke. Mit einer Leistung von 40 Megawatt (MW) war es damals das leistungsstärkste in Europa.

Die Jahresstromproduktion der ursprünglich zehn Francis-Maschinen-Gruppen lag bei 310 Millionen Kilowattstunden (kWh).

Aufgrund des schnell steigenden Energiebedarfs wurde das Kraftwerk Laufenburg schon Ende der 1920er Jahr erstmals ausgebaut.

Weitere Modernisierungen folgten. Seit 1994 produzieren zehn moderne Straflo-Maschinen-Gruppen Strom mit einer Leistung von 106 Megawatt.

 

 

Kleinschifffahrt am Hochrhein

Welches Boot kann an welchem Kraftwerk wie umgesetzt werden?

Die Richtlinien zur Bootsumsetzung an den Wasserkraftwerken entlang des Hochrheins können Sie im Merkblatt Kleinschifffahrt am Hochrhein der Regierungspräsidien Baden-Württemberg nachlesen.

 

 

 

Ökologische Maßnahmen am Wasserkraftwerk Laufenburg

Das Schweizer Bundesamt für Umwelt (BAFU) kontrolliert alle zehn Jahre den Aufstieg an den Fischpassanlagen aller Hochrheinkraftwerke, um die Funktionstüchtigkeit der verschiedenen Aufstiegsanlagen nachzuweisen und eventuellen Optimierungsbedarf aufzuzeigen.  

Daneben liefern die Zählungen Informationen über die Zusammensetzung und Dichte des Fischbestands sowie zum Wanderverhalten einzelner Fischarten. Bei der letzten Zählung wurden 22 verschiedene Fischarten registriert.

In Laufenburg können Fische das Kraftwerk mittels zweier Fischtreppen passieren. Die Fischwanderungen beginnen ab April bei steigenden Temperaturen mit dem Aufsuchen der Laichplätze und enden mit der Rückkehr in die Winterquartiere im Herbst. 

Bei Hochwasser schwemmt der Rhein große Äste und auch Bäume an, die im Rechen hängenbleiben.

Dieses sogenannte Geschwemmsel muss rasch entfernt werden, um den Druck auf den Rechen zu vermindern und die Turbinenleistung zu gewährleisten.

Die Harken der Rechenreinigungsmaschine ziehen dieses Geschwemmsel nach oben und befördern es in eine Rinne.

Mit Wasserdruck wird es in Container gespült.

Zusätzlich holt ein Portalkran das Geschwemmsel aus dem Wasser, das für die Rechenreinigungsmaschine zu groß ist.

Das organische Material wird kompostiert und das restliche Geschwemmsel umweltgerecht entsorgt.

   

Mehrere Biberfamilien besiedeln den Flussabschnitt ober- und unterhalb des Kraftwerks. Den Bibern stehen oberhalb des Kraftwerks drei Rampen zur Verfügung, um die steilen Ufermauern überwinden und das Kraftwerk auf dem Landweg passieren zu können.

Als Kraftwerksbetreiber ist Energiedienst für die Uferpflege im gesamten Stauraum vom Kaisterbach bis kurz unterhalb der Albmündung zuständig. Energiedienst legt hier großen Wert auf eine ökologisch orientierte Uferpflege. Die am Gewässer angesiedelte Flora und Fauna soll davon profitieren.
 
Auch die Wiesen- und Baumbestände auf dem Kraftwerksareal gestaltet Energiedienst nach ökologischen Kriterien. So finden sich dank gezielter extensiver Pflege in den Wiesen und im Obsthain seltene Heuschreckenarten, Schmetterlinge und Pflanzen wie zum Beispiel das Knabenkraut.

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